TSV Neu-Ulm – SF Dorfmerkingen

Mit Wiederaufnahme des Spielbetriebs kommen nach und nach alle Ligen und Pokalwettbewerbe zurück. So ging es an diesem Mittwochabend ins nahegelegenen Neu-Ulm zur ersten Runde des WFV-Pokals. Das ist insofern schon kurios, da WFV für Württembergerischer Fußballverband steht und Neu-Ulm in Bayern liegt.

Weniger als eine Stunde vor Anpfiff ging es also los in Richtung der nahen Landesgrenze. Dennoch war man gut 20 Minuten vor Beginn bereits am Stadion, jedoch leider nur theoretisch. Auf der einen Seite endete die Straße am Parkplatz der Ratiopharm-Arena und auf der anderen Seite war eine Sackgasse, welche zu einem Fußgängerweg wurde.
Nach kurzem rätseln parkten wir an der einzigen Öffnung im Zaun, welche wir fanden. Dies war zwar ein Eingang zum Areal des Sportparks, jedoch wohl nicht der offiziell vorgesehene. Während wir anfangs noch überlegten, ob wir hier wirklich einfach rein können, waren selbige Zweifel schnell verflogen. Ein nicht gerade geringer Anteil der heutigen Besucher nutzte diesen Eingang.
Dann lag es zumindest schon Mal nicht an uns.

Das Stadion selbst ist Teil eines Sportparks, bestehend aus dem Stadion, drei weiteren Fußballplätzen und einem kleinen Basketballplatz. Der Haupteingang zu dieser Anlage lag hierbei auf der gegenüberliegenden Seite unserer Tür und somit genau dort wo man weder von rechts noch von links anreisen konnte. Wie auch immer man dorthin gelangt haben wir an diesem Tag nicht mehr herausgefunden.

Das Stadion selbst besteht in Neu-Ulm aus einer überdachten Tribüne mit Holzbänken sowie Verlängerungen der Steinstufen links uns rechts davon, welche wohl als Stehplatz verwendet werden sollten. Wie so oft sitzen die Leute hier aber zumeist.
Ansonsten ein klassischer kleiner Amateurplatz. Tartanbahn rings herum, getrennt vom Rasen durch typische Banden inklusive Werbung. Flutlicht gibt es natürlich auch nur auf dem Trainingsrasen nebenan und nicht im Hauptstadion.

Kurz vor Beginn der Partie stieß Lemmi, natürlich durch den selben inoffiziellen Eingang wie wir, zu uns, sodass unsere Gruppe für den heutigen Tag vollständig war.
Das Spiel startete erwartungsgemäß. Die Gäste aus Dorfmerkingen spielen Oberliga, während die heimischen Neu-Ulmer „lediglich“ in der Landesliga antreten. Zwei Klassen Unterschied sind eigentlich ein klares Zeichen, wobei wir ja alle die eigenen Regeln des Pokals kennen.

Und genau so sollte es dann heute auch ablaufen. Die Sportfreunde waren überlegen und hatten mehrere Male während des Spiels wirklich starke Phasen, schafften es aber nur ein Mal den Ball hinter die Linie zu bringen. Über die restliche Zeit vergaben sie einfach viel zu viele Großchancen, sehr zum Frust der zahlreich angereisten schwarz-roten Anhänger.
Wie immer es eben immer ist, wenn die eine Mannschaft ihre Buden nicht macht, dann macht sie eben die andere.
Neu-Ulm hielt richtig gut mit, nicht zuletzt auf Grund einer Hand voll herausstechender Einzelakteure. So schafften sie es auch, das Spiel bis kurz vor Ende bei einem mehr oder weniger gerechten 1:1 zu halten. Wobei dies kein Glückstreffer, sondern durchaus verdient und untermal von weiteren Chancen war.
In der 89. Minute kam dann, was kommen musste. Der schlussendliche Siegestreffer für die heimische Mannschaft. Bitter war jedoch, dass dieser durch ein astreines Flugkopfball-Eigentor verursacht wurde. Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu.

So feierte der TSV Neu-Ulm einen überraschenden Heimsieg und wir zogen, zusammen mit den sichtlich geknickten Gästen, von dannen und machten uns auf den beinahe gleich langen Heimweg.

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