Belarus 2: FC Energetik-BGU Minsk – FC Torpedo Minsk

Vom Taxi raus, rein in den McDonalds.
Da bin ich zwar überhaupt kein Fan von aber wenn tatsächlich nur ungefähr 5 Minuten Zeit für die Bestellung sind und man das Essen dann im Gehen auf dem Weg zum Ground verdrückt, dann ist das wohl mal okay.

Nach kurzem, etwa zehnminütigen, Fußmarsch kamen wir dann auch, mehr oder weniger satt, am Stadion an. Vor der Tür dann eine etwa fünf Menschen fassende Schlange, welche uns den Anpfiff vermasselte.
Die Abarbeitung dieser fünf Personen vor uns dauerte, warum auch immer, in etwa 20 Minuten. Dankenswerterweise fing es dann auch noch an zu regnen, super. Stimmmuuunnng 🙂

Zum Glück hörte es genauso schnell wieder auf wie es anfing, sodass man dann mit etwa zehn Minuten Verspätung die einzige Tribüne betreten konnte.

Das „Stadyen RTsOP-BGU“ liegt im süd-westlichen Ende von Minks, direkt an einer Zugstrecke, was während der magischen 90 Minuten auch nicht zu überhören ist. Ein Güterzug nach dem anderen rattert in Schneckentempo hier vorbei. Ansonsten ist die Umgebung wohl am Besten mit einem Industrievorort zu vergleichen, zumindest bestimmen hohe Schornsteine und Fabrikhallen das Bild der Umgebung.
Mittendrin dieses Stadion, welches außer seiner einen Tribüne, rein Sitzplätze, nur noch einen kleines Feld hinter einem der beiden Tore vorzuweisen hat. Nicht einmal Flutlicht erhellt den Kunstrasen hier.

Das Spiel der Wyschejschaja Liha selbst war auch kein Knaller, finde ich zumindest.
In die Halbzeitpause ging man torlos ehe die Hausherren im zweiten Durchlauf das Ding zu ihren Gunsten entscheiden konnten.
Die beiden Tore waren sogar recht anschaulich, das direkte Anschlusstor der Gäste war meiner bescheidenen Meinung nach nur Glück.

Der Heimsupport, bestehend aus etwa 10 Personen plus Trommel, war jetzt auch nicht der Wahnsinn aber immerhin tut sich was. Ich find’s gut, wenn sich Leute einfach an ihr Team halten, egal wie groß es ist und egal wie viel Leute mitziehen. Jeder kann ja Fan sein wie er mag und wenn das bedeutet, dass da am Ende eben nur 10 Leute anstatt 1.000 stehen, dann ist das doch auch super. „It’s not much but it’s honest work“, um mal in der aktuellen Meme-Sprache zu sprechen.

Nach dem Spiel ging es mit der Metro zurück zum Apartment, ehe man von dort in die Innenstadt aufbrach.
Selbige war zwar proppenvoll aber leider wohl nicht authentisch. Alles stand im Schatten der European Games, sodass dies hier wohl eher durch das Event selbst so aussah. Falls die Essensstände und Straßenkünstler aber jeden Abend vor Ort und so gut besucht sind, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren!

Uns war das dann aber zu viel Trubel, sodass es uns zurück in die „Stammkneipe“ (Skif) in der Nähe des Apartments zog, wo man den Abend dann gemütlich bis zur Sperrstunde verbachte.


 

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