Belarus 1: Isloch U21 – BATE U21

Nur drei Tage Arbeit lagen zwischen dem Rumänien-Moldawien-Roadtrip und der nächsten Tour.
Da Fronleichnam auf den Donnerstag fiel, stand ein langes Wochenende an, welches schon vor längerer Zeit fest verplant wurde: Belarus!
Dankenswerterweise fanden im Juni die sogenannten „European Games“, eine Art kleinere Olympiade für Europa mit allen möglichen Sportarten, statt. Um den jeweiligen Fans und Anhängern aus allen möglichen europäischen Staaten den Besuch zu erleichtern, entfällt für diese Zeit die Visumspflicht – sofern man eine gültige Eintrittskarte vorweisen kann.
Dieser Umstand wurde selbstverständlich genutzt, immerhin löhnte man dadurch etwa 1,20€ anstatt etwa 70€. Schwabenstreich 😉

Funny sidefact: Weißrussland heißt nicht Weißrussland, sondern Belarus!
Wann immer ihr also an das Land denkt, merkt euch den richtigen Namen: BELARUS 🙂
Weitere Ausführungen spar ich mir an dieser Stelle und verweise euch lieber auf den Wikipediaartikel.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Spieltag hatte auch ohne feste Uhrzeiten bereits Potenzial, also ging es an die Reiseplanung. Die direkte Einreise über den Flughafen Minks, wofür man übrigens nie ein Visum braucht, war auf Grund der hohen Flugpreise keine Option.
Nach etwas Vergleichs- und Sucharbeit stand dann die Reiseroute. So ging es zu viert in der Nacht von Mittwoch nach Donnerstag, ohne Schlaf, von Frankfurt nach Kiev, wo ein Tag mit Sightseeing verbracht wurde. Leider war dort kein Spiel machbar, sodass man den Tag wirklich sehr gemütlich anging.
Abends ging es dann weiter zum örtlichen Busbahnhof, von wo aus die elfstündige Fahrt via Nachtbus nach Minsk anstand. Die Fahrt selbst war entsprechend Langweilig und dauert lediglich etwa 7 Stunden. Die restlichen Zeit verbrachte man an der Grenze, mit wirklich ätzend langen Grenzkontrollen, bei unfassbar schwülen 30°C.
Was man sich halt so wünscht bei Schlafmangel.

In Minsk angekommen, etwa 8 Uhr morgens, ging es erst einmal zu Fuß Richtung Innenstadt. Auf dem Weg klapperte man die ersten Sehenswürdigkeiten, allen voran die Lenin-Statue auf dem Unabhängigkeitsplatz, ab und enterte anschließend ein Restaurant für ein ausgiebiges Frühstück.
Sichtlich gerädert von den letzten beiden Tagen bzw. Nächten entschlossen wir uns dafür den Tag langsam anzugehen. Es zog uns also in eine Bar in der Nähe unseres Appartments, wo wir die Zeit bis zum Check-in verbrachten.

Aufmerksam wurde ich auf diesen Spieltag übrigens über ein paar Freunde, welche zunächst eigentlich für das lokale Aufeinandertreffen im Raum Gomel aussprachen. Während zunächst jeder mehr für sich plante, sprach man sich schnell ab und plante die Tour innerhalb von Belarus gemeinsam. Infolgedessen traf man sich dann in besagter Bar und pilgerte gemeinsam zum Appartment.

Nach dem Check-In ging es zum ersten Spiel der Tour: Die U21 Begegnung von FC Isloch Minsk Raion gegen FC BATE Borisov. In Belarus gibt es eine extra U21-Liga für die Teams der obersten Spielklasse. Infolgedessen stand eben dieses Duell nur einen Tag später wieder auf der Agenda, dieses Mal allerdings das der Profis, dazu später aber mehr.

Die heutige, erste Begegnung fand auf einem kleinen Platz, etwas außerhalb des Zentrums statt. Bei sengender Hitze bot das Stadion nur minimalen Schatten, sodass die Zuschauer sowie die Auswechselspieler beider Mannschaften lieber in der Kurve unter den Bäumen, als auf der Tribüne an der Längsseite platz nahmen.
Eben dies war auch schon das ganze Stadion. Etwa 300 Sitzplätze an der Längsseite, eine geteerte Laufbahn und sonst nur Wiese rings um den Platz. Das Areal selbst war durch eine Mauer geschützt, sodass es nur einen Eingang gab. Dort wartete bereits die Polizei inklusive Metalldetektor, sodass man zwar keinen Eintritt zahlen musste aber dennoch kontrolliert wurde.

Das Spiel selbst war dann doch überraschend unterhaltsam, da BATE eigentlich machen konnte was sie wollten. Isloch versuchte zwar dagegen zu halten, gelingen wollte ihnen aber kaum etwas. Am Ende der 90 Minuten stand es dann 0:5, sodass man während der Hitze wenigstens etwas Unterhaltung hatte.

Nach Abpfiff wurde auf Grund der knappen Zeit eine Uber ähnliche App verwendet, um sich zwei Taxen zu ordern, welche uns dann zum nächsten Spiel bringen sollten.

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